Banff Mountain Film Festival 2017

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Das Banff-Mountain Film Festival gehört wohl zu den bekanntesten Outdoor Film Touren. Dieses Jahr findet die Tour bereits zum 42. Mal statt und auf eine Einladung hin, besuchte ich das Festival mit ein paar Freunden in Bayreuth.

 

Der halbseitig gelähmte Paul Pritchard in „Doing it scared“ auf dem Totem Pole.

 

Gemütlich und sympathisch wurde der Abend anmoderiert, bevor es endlich mit den ersten Kurzfilmen losging. Insgesamt acht Werke zwischen 5 und 30 Minuten wurden gezeigt. Dabei waren auch einige bekannte Gesichter, wie Cedar Wright, Matt Segal und Mike Libecki, die bereits im Film Reel Rock 11 für gute Unterhaltung sorgten. Auch in ihren neuen Filmen können sie mit witzigen, aber auch höchst beeindruckenden Aufnahmen begeistern.

Ohne zu viel vorneweg zu nehmen, gibt es hier einen kurzen Einblick in unsere Highlights.

 

Fledglings

Cedar und Segal sind eigentlich Kletterprofis, die für spektakuläre Aufnahmen und Routen an den großen Bergen und Felsen der Welt bekannt sind. Umso erfrischender ist es, die beiden mal in einer ihnen komplett neuen Disziplin zu sehen. In einem Crash-Kurs entdecken die beiden das Paragliding für sich und weit ist es dann auch mit den „Crashs“ nicht her. Die beiden Draufgänger haben eben ihren eigenen Stil neue Dinge anzugehen. Unterhaltsam und höchst sympatisch sind sie allemal.

 

Cedar Wright und Matt Segal in „Fledglings“

 

Doch es bleibt nicht bei den ersten Flugversuchen. Nach ihren ersten Erfahrungen suchen sich die beiden zusammen mit ihrem Fluglehrer, wie könnte es auch anders sein, einen 5610m hohen Vulkan aus. Nach gewohnt chaotischer Anreise und einigen Wochen in Mexico, versuchen sie einen Flugversuch vom Gipfel. Ob das ohne Akklimatisierung klappt, verrate ich jedoch noch nicht…

 

Je nässer desto besser?

Mike Libecki führt uns mal wieder in eine Kletterroute. Und zwar eine die sich gewaschen hat. Der Name „Expedition“ wird hier nicht übereifert verwendet. Als Ziel hat er sich zusammen mit der eher unerfahrenen Angie Payne den Poumaka Tower auf der Insel Ua Pou, mitten im pazifischen Ozean ausgesucht. Im dichtesten Dschungel beginnt das Team ihren Aufstieg. Was dann folgt ist „Matschklettern“ im nassesten Schwierigkeitsgrad.

 

Die dreckigste Kletterroute die ich je gesehen habe…

 

Mike Libecki und sein Team beim Klettern in Polynesien.

 

Four mums in a boat

Doch auch einige der Szene komplett unbekannte Gesichter, wie die vier Mütter aus England, lassen das Publikum aufschauen. Der Regisseur des Films wollte eigentlich einen ganz anderen Film über das härteste Ruderrennen über den Atlantik drehen, stieß aber dann auf eine ziemlich exotische Mannschaft. Sein Werk erzählt nun von den besagten Damen, die es sich in den Kopf gesetzt haben, im Ruderboot den Atlantik zu überqueren. Dabei legen sie über 5500km zurück. Auch wenn sie zu Beginn noch etwas belächelt werden, bringt man ihnen schnell Respekt entgegen, haben sie doch auf hoher See mit mehreren unverschuldeten Schwierigkeiten zu kämpfen.

 

 

 

Iran – A Skier’s Journey

Auch der kulturelle Teil kommt definitiv nicht zu kurz. Jordan Manley begleitet uns in ein Land, an das man beim „Skifahren“ wohl weder als zweites noch als drittes denken würde: den Iran. Mit grandiosen Aufnahmen wird uns ein Iran gezeigt, das man so eher nicht kennt: „Eines der gastfreundlichsten Länder in dem ich je war“. Doch auch die Berge kommen nicht zu kurz und mit abenteuerlichen Liften geht es auf die Pisten und in den Powder.

 

 

Die Filme sind auf jeden Fall super ausgewählt und werden immer wieder mit kurzen Zwischensequenzen wie den „Flying Frenchies“ aufgelockert. Auch zieht sich eine Erkenntnis durch den ganzen Abend: Die Abenteuer mit den meisten Schwierigkeiten, größten Zweifeln und enormen Anstrengungen sind wohl stets am erzählenswertesten.

 

Das Banff Mountain Film Festival läuft noch bis Mitte Mai in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Eine Übersicht über die Veranstaltungen gibt’s auf https://banff-tour.de

 

 


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