Ein Gedi – Oase am Toten Meer

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Nach der letzten Nacht in Jerusalem sind wir nun in einer kleinen Wüstenoase angekommen. Hier nisten wir uns für die nächsten zwei Tage auf einem Campingplatz ein und dürfen in einem ausgebauten VW Bus schlafen. Fühlt sich schonmal sehr vertraut an.

Nach der Ankunft werden wir jedoch erstmal enttäuscht als man uns sagt, dass der Weg zum Meer unpassierbar ist. An vielen Ort der Küste des Toten Meeres gibt es sogennante Sinkholes, Löcher die unvorhersehbar entstehen können, indem die Oberflächenschicht kollabiert. Diese Fallen können sehr tief sein. Uns macht die erzwungene Pause gar nichts und wir verbringen den Nachmittag entspannt am Campingplatz.

Am nächsten Tag machen wir uns ins En Gedi Nature Reserve, der eigentlichen Oase, auf. Hier im Nationalpark gibt es einige Wanderwege und viele Wasserfälle und Naturpools in denen man sich erfrischen kann. Wir haben Glück, durch unseren frühen Start sind wir vor vielen anderen an den wunderschönen Orten und können uns in Ruhe in den natürlichen Süßwasser Pools abkühlen.

Anschließend machen wir uns direkt an den Gipfelanstieg. Die Sonne ist stark und es gibt nahezu keinen Schatten. Wir schaffen es mit einigen Litern Wasser und stehen gegen 11 Uhr am Gipfel des Mt. Yishai auf +250m. Das wirkt im Vergleich zu unseren sonstigen Bergtouren zwar lächerlich niedrig, allerdings liegt der Startpunkt der Tour deutlich unter NN (normal null) auf -400m. Nach einer kurzen Pause im Schatten eines Steins machen wir uns direkt wieder an den Abstieg. Auf dem Rückweg erfahren wir, dass fast der gesamte Park mittlerweile geschlossen ist, weil ein Regenschauer erwartet wird, welchen der trockene Boden ganz und gar nicht aufnehmen kann. Am Nachmittag kommt tatsächlich das besagte Sommergewitter, welches direkt zu einer Überflutung der Quellen und vieler der Wanderwege in dem Nationalpark führt. Der Park wird vermutlich für die nächsten Tage erstmal geschlossen bleiben.

Nach der Wanderung erholen wir uns wieder am Campingplatz, werfen den Grill an und genießen den Abend mit ein paar neuen Bekanntschaften am Lagerfeuer.

Am nächsten Tag geht es endlich zum Toten Meer um die Auftriebs-Hypothese selbst und ausführlich zu überprüfen. Nach einer halben Stunde Busfahrt kommen wir am Stand an. Der touristische Ort ist zwar durch die riesigen Hotelblöcke nicht sonderlich schön, aber für unseren Test, ob man im Toten Meer tatsächlich nicht untergehen kann, eignet er sich dennoch. Direkt geht es ins Wasser, beziehungsweise Salz, denn das gesättigte Meer besteht zu ca. 30 Prozent aus diesem. Die übrigen Kristalle sammeln sich am Meeresboden. Der ungewohnt starke Auftrieb ist ein lustiges Gefühl, Füße und Arme werden direkt angehoben, was hilfreiche Schwimmbewegungen fast unmöglich macht. Wir liegen im Wasser und fühlen uns wie auf einer Luftmatratze. Nur trinken oder ins Auge bekommen, sollte man das Wasser nicht.

Dieser Abschnitt der Reise war ein besonderes Naturerlebnis und geprägt von vielen, sehr neuen Eindrücken die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.


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