Freeriden am Stubaier Gletscher

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Der letzte Blogbeitrag ist schon etwas her. Das liegt jedoch nicht daran, das wir in den letzten Monaten nicht in den Bergen unterwegs waren. Ganz im Gegenteil. Die Social Media Nutzer haben das bestimmt schon mitbekommen.
Das Schreiben hat darunter vielleicht etwas gelitten. Um wieder aktiver zu berichten, erzähle ich heute von einem entspannten Samstag am Stubaier Gletscher.


In Innsbruck bergbegeisterte Gleichgesinnte zu treffen ist keine wirkliche Herausforderung. Fast jeder ist ständig am Skifahren, Klettern oder Radfahren. Nadine und Philipp haben wir vor ein paar Monaten auf einer Startup Veranstaltung getroffen.

Der etwas verspätete Start an der Talstation stört uns wenig. Für den gesamten Tag ist Kaiserwetter angesagt und wir planen sowieso, unsere Linien abseits der zerfahrenen Pisten zu ziehen.

Nachdem die ganze Ausrüstung im gewohnten Packchaos bei jedem irgendwo verstaut ist, geht es mit der Gondel bis auf 2500 Meter. Wir fahren einen kurzen Abhang herunter, bevor wir uns im kniehohen Tiefschnee sammeln.

Auffellen!

Vier Paar Ski und zwei Splitboards wollen mit Fellen bestückt werden, dann geht es endlich los.

Nadine führt heute die Tour und stapft in der bereits angedeuteten Spur den Gletscher hinauf. Hinter ihr her: Fünf in der Sonne brutzelnde Jungs. Es gibt schlimmeres.

Im T-Shirt versuchen wir den extrem warmen Temperaturen zu trotzen, lassen auf den nur 300 Höhenmetern jedoch ordentlich Flüssigkeit.
Den Anstieg selbst empfinde ich als leicht steil, jedoch technisch nicht sonderlich anspruchsvoll. Das Splitboard hat keinerlei Probleme sich in den Unmengen an Neuschnee zu halten.

Vom Daunferner hat man einen fantastischen Überblick über das Skigebiet.

Die Spur führt uns auf einen kleinen Vorsprung auf etwas über 3000 Meter Höhe. Von hier aus genießen wir die Aussicht, knipsen noch ein paar gestellte Fotos und greifen nochmal schnell in die Jausenbox.

Nachdem die Felle von allen zwölf Powderlatten wieder entfernt wurden, geht es zum Clou der Tour. Der Abhang mit einer gemütlichen Neigung führt uns nämlich nach ein paar Kilometern über den Daunferner direkt in die Skiroute Wilde Grub’n.

300 Höhenmeter Aufstieg für 1200 Höhenmeter Abfahrt – der Vorteil eines Gletscherskigebiets. Wie bereits beim Aufstieg zeigt uns Nadine wo es lang geht!


Pro-Rider Philipp macht eine top Figur!

Der fast frische Tiefschnee ist fantastisch. Lautlos und absolut sanft gleiten wir den Hang hinunter. Im zwischenzeitlichen Firn liegen die Snowboarder zwar im Vorteil, doch jeder Meter dieser Abfahrt ist ein purer Genuss.
Leider ist er viel zu schnell schon wieder vorbei.

Nach dieser sehr anstrengenden Skitour haben wir uns den sonnigen Nachmittag im Liegestuhl auf dem Eisgrat redlich verdient!


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