New York City – Treffpunkt der Kulturen

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Es ist bereit spät am Nachmittag, als ich zusammen mit Sarah in der 7th Avenue aus dem Bus aussteige und direkt von Simon empfangen und in Richtung Times Square geführt werde.

Dank einem langem Wochenende und einigen Tagen Urlaub von Sarah haben wir es nach New York City geschafft. Jeweils nur mit einem Daypack ausgestattet, wollen wir in vier Tagen möglichst viel von der Metropole erleben.

 

 

Doch zunächst müssen wir mit der New York Subway klar kommen. Der ständige Blick nach oben (diese Stadt ist nicht nur groß sondern vor allem hoch), ist dabei noch das kleinere Problem. Die U-Bahn Eingäge sind teilweise versteckt, manchmal nur für eine und manchmal für beide Richtungen gültig, einige Züge halten nicht an allen Stationen und viele Stationen und Linien werden derzeit ohne ausreichende Hinweise umgebaut.

 

Mit dem Wissen von Simon und Unterstützung von Google, kommen wir dann aber doch relativ zügig an unser Ziel. Simon kommt ursprünglich aus San Francisco, wohnt aber seit knapp zwei Jahren in Brooklyn und hat uns für zwei Nächte seine Couch angeboten. Dort werden wir auch promt mit einem belgischen Bier begrüßt. Wir gehen noch zusammen einen Burger Essen und schauen beim neuen World Trade Center vorbei, bevor wir für heute endgültig das Sofa beziehen.

 

Am nächsten Tag inszeniert sich Simon als großartiger Stadtführer. Nicht das wir das erwartet hätten, aber er verbringt fast den ganzen Tag damit, uns herum zu führen und sein Wissen über die Stadt zu Teilen. Den Anfang machen wir ganz klassisch im Süden der Stadt, an der Freiheitsstatue.

 

 

Die Staten Island Ferry, ein mittlerweile wirklich nicht mehr geheimer Geheimtipp, bringt uns kostenlos zweimal direkt an der Liberty Island mit der ikonischen Statue vorbei. Mit einem Stück New Yorker Pizza in der Hand geht es durch das Wall Street Viertel zu Fuß weiter über die Brooklyn Bridge.

Wir schaffen es über die Brücke, fast ohne in fotografierende Besucher hinein zu laufen. Auch die markannte Verbindung nach Osten ist anscheinend im jedem Reiseführer ausreichend beschrieben.

 

 

Doch wir wollen uns mal nicht beschweren, wir haben uns ja bewusst einige sehr berühmte Spots auf unsere Liste gesetzt.

Mittags geht es zum Chelsea Food Market, welcher über 50 verschiedene Restaurants, Street-Food sowie Lebensmittelgeschäfte beinhaltet. Die Auswahl überfordert uns, weswegen wir am dritten Tag gleich nochmal her kommen

 

 

Um nach den ganzen Köstlichkeiten wieder in Bewegung zu kommen, eignet sich der Highline Park, welcher gleich hinter dem Markt beginnt. Das Konzept eben dessen ist wirklich genial: eine ausgemusterte Metro Linie wurde bepflanzt und zu einem öffentlichen Park umfunktioniert, der sich über etwas über zwei Kilometer erstreckt.

Simon kannte diesen auch noch nicht, weshalb sich unser Besuch doppelt lohnte.

 

 

Den Abend verbrachten wir nicht mehr im teuren Hightown sondern trafen uns schon einmal mit Matt. Dieser ist ebenfalls sehr aktiver Couchsurfer, hat schon mehrmals Europa bereist und bot sich uns als Host für unseren letzten Tag an. Das er uns heute schonmal die lokale Barszene in Midtown zeigt ist natürlich ein Glücksgriff. So finden wir nicht nur einen kleinen Sandwichladen mit endlosen Kombinationen (nein, nicht der Laden der sich seinen Namen mit der U-Bahn teilt) sondern auch die Bar 7B, in der Szenen aus „The Godfather II“ und „Crocodile Dundee“ gedreht wurden.

Der Name kommt übrigens von der Nummerierung der Straßen im East-Village, die „Avenues“ werden von West nach Ost mit Buchstaben, die Streets von Süd nach Nord mit Zahlen benannt. Kreuzungen können also immer als Kombination von Buchstabe und Zahl angegeben werden, was einen einfachen und beliebten Barnamen ergibt. Wir waren im Anschluss auch noch in der Bar 2A.

In den nächsten beiden Tagen geht unsere Erkundungstour durch die Großstadt weiter.

 

Auch wenn es erst April und der Frühling besonders kalt ist, der Central Park ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Vor allem, wenn man versucht der Metropole für einen kurze Moment zu entkommen. Wir sind zwar erst den dritten Tage hier, die vielen Menschen, der Verkehr und die ganzen Eindrücke können doch sehr ermüdend sein. Eine kleine Wanderung durch den Park kommt da gerade richtig.

 

 

Insgesamt finden sich, wie in den meisten Großstädten, auch in NYC viele Extreme. Der goldene Trump-Tower, zahlreiche Luxus Geschäfte auf der 5th Avenue, riesige Wolkenkratzer im Bankenviertel auf der einen Seite und Obdachlose an jeder Ecke (insgesamt rund 60.000) auf der anderen Seite. Simon erzäht uns das es zwar Anlaufstellen gibt, diese aber aus verschiedenen Gründen nicht sonderlich beliebt und hilfreich sein sollen.

Auch wenn der Stadt das Problem wohl bekannt ist, hat sich augenscheinlich in den letzten Jahren nur wenig verbessert.

 

Eine typische Subway Station…
… im Vergleich zum neuen „Oculus“, der zentralen Haltestelle am World Trace Center.

 

Ein weiteres Highlight ist New York „von oben“. Da uns ein Flug mit dem Helikopter übertrieben vorkommt, entscheiden wir uns für die umweltverträgliche Variante auf dem Rockefeller Center. Der Blick ist dafür aber nicht weniger spektakulär.

 

 

Den Abend verbringen wir wieder im East-Village. Wir begleiten Matt zu einer Open Stage und können uns bei verschiedenen Songs und Gitarrenmusik von unserem 15km Fußmarsch durch die Stadt erholen.

Zu unserer Überraschung gibt am späteren Abend auch Matt einen seiner Songs zum Besten. Inspiration dafür, waren seine letzten Couchsurfer.

 

Nach vier vollen Tagen machen wir uns auf den Rückweg. Diese Stadt kann man vermutlich jahrelang erkunden. Wir sehnen uns nach diesen eindrucksvollen Tagen jedoch nach etwas mehr Ruhe und Natur. Gegen echte Berge kann eben auch der Central-Park nicht ankommen.

Was uns wahrlich fasziniert hat, sind die vielen unterschiedlichen Kulturen die hier aufeinander treffen. New York ist bekanntermaßen eine Stadt aus Einwanderern. Den Niederländern folgten nach der Gründung im Jahr 1624 Menschen aus der ganzen Welt in die Stadt. Immer wieder gab es Konflikte zwischen Einwohnern und Neuankömmlingen, im Endeffekt sind es jedoch die Einwanderer, die über die Jahre hinweg die Stadt zu dem gemacht haben was sie heute ist. Das macht sich nicht nur an Chinatown, Germantown, Little-Italy & Co. zu bemerkbar. Und der Prozess ist sicher noch nicht am Ende.

 

Der „Footprint“ des ehemaligen World Trade Centers im Memorial Park.
Flatiron Building an der Kreuzung der Fifth Avenue, des Broadway und der 23rd Street.
Die NYC Public Library.

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