Sportklettern auf Mallorca

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Mit der Trauminsel Mallorca verbindet man wohl vieles. Fantastische Strände, lange Nächte und vor allem zahlreiche Touristen. Klar, einen einsamen Strand suchen auch wir uns in unseren zwei Insel-Wochen. Doch vor allem suchen wir in der ersten Woche nach Felsen. Das Sportklettern auf Mallorca ist noch recht unbekannt, obwohl man hier sehr kompakten Fels und fast die gesamte Bandbreite an Schwierigkeitsgraden vorfindet.

 

Das wichtigste Utensil für unsere Klettertouren organisieren wir gleich nach der (um acht Stunden verspäteten) Ankunft am Flughafen: einen Mietwagen. Ohne diesen ist es schwierig bis unmöglich die entlegenen Felsen zu erreichen. Die Spots sind über die gesamte Insel auf 34 Klettergebiete verteilt, weswegen wir unsere Unterkunft recht zentral in Inca wählen. Mit dem Kleinwagen sind wir ja ohnehin mobil.

 

Erste Höhenmeter sammeln

Am Montag geht es dann nach dem Ausschlafen auf schon gleich los. Unsere erste Wahl fällt auf den Puig de St. Marti. Ein 247m hoher Hügel im Norden der Insel. Nicht sonderlich hoch, aber die 30m hohen Routen enden mit einer grandiosen Aussicht.

 

 

Am Nordkap der Insel

Um uns zumindest etwas mehr zu fordern, fahren wir am zweiten Tag in Richtung Cap Formentor. Mitten auf dem Sightseeing Parkplatz biegen wir zu Fuß ab und erreichen nach weniger als einer Viertelstunde das Klettergebiet Mirador Es Colomer. Gleich zu Beginn durchsteige ich, mit dem Meer stets im Blick, zwei fantastische Routen im siebten Grad.

 

 

Hier mache ich zum ersten Mal (und Rückblickend betrachtet zum einzigen Mal) Bekanntschaft mit den oft beschriebenen rostenden Bohrhaken. Leider wurden in der ersten Generation der Routen billige Haken verwendet, denen die salzige Luft erheblich zugesetzt hat. In allen anderen Routen haben wir jedoch ausschließlich sanierte Edelstalhaken vorgefunden.

 

Fragwürdig, aber nach einigen Untersuchungen angeblich aber stabiler als sie aussehen.

 

Auch die weiteren Routen am Mirador sind ein Genuss. Den ganzen Nachmittag verbingen wir (teilweise sogar mit Publikum vom Aussichtspunkt) am Fels.

 

 

Zu heiß für die Vertikale

Am dritten Tag hält uns das Wetter erst einmal von unserem Kletterabenteuer zurück. Das Thermometer steigt auf über 31°C. Keine guten Bedingungen um in der prallen Sonne irgendwo am Fels zu hängen. Also suchen wir uns einen für den Blog bisher ungewöhnlichen Platz: auf -1 bis 2 Meter Höhe. Zugegeben, auch hier kann man sehr gut einen Nachmittag ausharren.

 

Erfrischung zunächst innen, dann außen.

 

Doch noch am Abend, als die Temperaturen abnehmen testen wir einige Routen am Ca’s Catala. Der Fels ist wieder mit nur zehn Gehminuten zu erreichen, sehr griffig und überhaupt nicht brüchig. Sportklettern vom Feinsten. Nur etwas Hitze vom Nachmittag hängt noch in der Luft.

 

Die Hitze hält sich bis in die Nacht hinein. So wie man sich einen Sommerabend auf Mallorca vorstellt.

Auch Donnerstag hält uns zunächst die Hitze vom Fels fern und es wird später Nachmittag bis wir aufbrechen um ein paar letzte entspannte Routen zu durchsteigen.

 

Das Klettern auf Mallorca ist wirklich zu empfehlen. Die Anreise ist günstig und das Klima ermöglicht das ganze Jahr über tolle Touren. Einzig, wer Mehrseillängen sucht wird wenig fündig werden. Dafür gibt es aber noch einige Möglichkeiten zur Erschließung von Neurouten.

Insgesamt waren wir mit unseren knapp 20 gemeisterten Routen in den unteren bis mittleren Schwierigkeitsgraden unterwegs. Doch bis hin zur 8c (XI-) kommt hier jeder Vertikalsportler auf seine Kosten.

 


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