Lehner Wasserfall via Verrata

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Ein Dienstagabend. Etwas Surfen im Netz, dazu ein Bierchen. Eigentlich nichts besonderes. Plötzlich stoße ich in einem bekannten sozialen Netzwerk auf einen Klettersteigbericht. Die Bilder sehen fantastisch aus, keine Frage. Normalerweise würde ich jetzt nachsehen, wo der Steig liegt und dann den Laptop zuklappen. Doch nicht dieses Mal. Der Lehner Wasserfall von dem hier die Rede ist, wird der schönste Klettersteig in Tirol genannt, und liegt nur eine dreiviertel Stunde von unserem Campingplatz entfernt.

Am nächsten Morgen checken wir spontan aus und machen uns auf den Weg. Um zwölf Uhr parken wir am Einstieg.

 

 

Noch fix Gurte, Klettersteigsets, Müsliriegel und eine Flasche Wasser in den Rucksack, dick Sonnencreme auftragen und los geht’s. Der Weg führt uns steil durch den Wald zum reißenden Lehnbach. Die Beschilderung lässt keine Zweifel und so stehen wir bereits nach knappen 20 Minuten am Einstieg und legen die Gurte an.

Aufschwung über eine steile Wand, Schwierigkeit C…

 

 

Wow, was für ein Steig. Wir fühlen uns sofort wohl und genießen von Beginn an jeden Meter. Auch Sarah macht der sportliche Klettersteig keinerlei Probleme. Nach den ersten steilen Metern haben wir bereits eine tolle Aussicht über das Ötztal. Sie soll uns auch weiterhin erhalten bleiben.

Weiter geht es über eine leicht ausgesetzte Querung, und noch einen steilen Anstieg.

 

 

Den markannten Wasserfall haben wir stets im Blick und bekommen auch hin und wieder die erste Abkühlung. Schon bald kommen wir an die plattige Stelle, an der sich der Steig teilt. Der rechte Teil führt über ein einfaches Teilstück zum Ausstieg.

Der linke Teil hat es dafür in sich. Er führt direkt am Wasserfall entlang, über lange, überhängende Abschnitte, senkrecht nach oben zur Seilbrücke. Eine ordentliche Dusche gibt es kostenlos dazu. Ist ja wohl klar für, welchen Weg wir uns entscheiden.

 

 

Das Stück hat es in sich, aber mit etwas Armkraft lässt es sich wirklich genießen. Der Steig ist geschickt entlang des Falls angelegt. Mit einigen kurzen Pausen überwinden wir das D/E Stück dann doch relativ zügig. Die Belohnung folgt umgehend.

 

 

Wir sind nun am Wandbuch und können den Ausstieg bereits sehen. Doch ein kleines Hindernis wäre da noch… wir müssen letztendlich doch den Wasserfall queren.

Zum Glück sind wir nicht ganz auf uns alleine gestellt und haben eine ordentlich verbaute Seilbrücke zur Verfügung. Also, Karabiner einhängen und hinein in die letzte Dusche!

 

 

Nach den letzten Höhenmetern mit Nassen Füßen durch den Wald finden wir uns am Aussichtspunkt wieder. Kurzer Blick auf die Uhr: Zwei Stunden sind schon vergangen? Wir konnten den Steig sichtlich genießen, die Zeit verging im Nu.

Beim gemächlichen Abstieg lässt sich die Route noch einmal Revue passieren und nach nicht einmal 2:20h ploppt das Feierabendseidla.

 

Danke an Sabine von Moosbrugger Climbing für den Tipp und an den Fremdenverkehrsverband Längenfeld der diesen Steig erhält!

Infos zur Route gibt es bei Bergsteigen.com.


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