History Museum, HKU und Hongkong Park

Veröffentlicht in: Hongkong | 1

Fünfter Tag in Hongkong. Leider hat das gute Wetter für die nächsten zwei Tage eine Pause angekündigt. Aber auch mit tiefen Wolken hat die Millionenstadt natürlich einiges  zu bieten. Um wenigstens etwas für unsere kulturelle Bildung zu tun, besuchten wir am Samstagvormittag das Hongkong Museum of History. Anschaulich wird hier sowohl geologische als auch geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt dargestellt.

Hongkong Museum of History

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Es folgt ein kleiner, kultureller Exkurs.

Auch wenn ich wohl nicht die zahlreichen Details des Museums wiedergeben kann, interessant fanden wir es vor allem, die folgenden Eckdaten kennen zu lernen. Das Gebiet um Hongkong wurde zu Beginn vor allem von Fischern und Bauern besiedelt, welche in teils armen, kulturell jedoch bereits bemerkenswerten Verhältnissen und mit stets vielen Bräuchen und Traditionen lebten. 1841 kam es zwischen Großbritannien und China zum ersten Opiumkrieg. Vor allem Briten verkauften Massen an günstigem Opium aus Indien nach Hongkong.

Durch das Opium kollabierte sowohl Wirtschaft als auch das Land selbst (zahlreiche opium- und glücksspielabhängige Einwohner). Verbote führten zum Schmuggeln der Ware und Korruption.

Nach zwei Jahren wurde der Krieg beendet und Hongkong zur britischen Kolonie erklärt. Dieser Einfluss ist bis heute deutlich sichtbar. 1997 wurde das über 1000 km² große Gebiet in einer großen Zeremonie und einem Festakt wieder an China zurück gegeben. Das autoritär-sozialistische China stand nun vor der großen Entscheidung, wie mit dem wirtschaftlich aufblühendem aber demokratisch-marktwirtschaftlichen Hongkong verfahren werden sollte. Vorerst wurde beschlossen, für die nächsten 50 Jahre beide Systeme nebeneinander existieren zu lassen („ein Land, zwei Systeme“).

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Hongkong University (HKU)

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Nach diesem kulturellen Höheflug konnten wir am Abend Sarah vom Flughafen abholen, die uns für die restliche Zeit begleiten wird. Der erste Abend begann mit selbstgekochtem Essen und einem Barbesuch schon einmal vielversprechend.

Am folgenden Tag besichtigten wir zunächst die Hongkong University, an der Sebastian sein letztes Semester erfolgreich verbracht hat. Die Bildungseinrichtung bietet Platz für fast 30.000 Studenten und nimmt dementsprechend viel Fläche in Anspruch. Außerdem gibt es direkt am Campus Wohnungen für (Auslands-) Studenten, von denen in einem früheren Eintrag bereits berichtet wurde.

Hongkong Park

Nach einem kleinen Mittagessen besuchten wir die grüne Seele der Stadt. Den Hongkong Park. Im Gegensatz zur restlichen Metropole, die ständig in Bewegung ist, findet man im 8 Hektar großen, öffentlichen Park tatsächlich etwas Ruhe. Die Parkanlage liegt wieder mitten zwischen Hochhäusern und engen Gassen und bietet eine willkommene Abwechslung. Teichanlagen, zahlreiche verschiedene Bäume und Pflanzen, verschiedene Tiere und sogar Wasserfälle sind hier zu finden.

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Nach dieser kleinen Ruhepause ging es ausnahmsweise mal mit der Straßenbahn zurück ins Appartement.

Je nach Wetterlage soll es in den nächsten Tagen zunächst etwas außerhalb der Stadtmitte gehen. Wir sind gespannt was uns dort noch so erwartet.


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  1. Wolfgang

    Lieber Tobias, ich möchte mich bei dir ganz herzlich für die nahezu täglichen Berichte aus Hongkong und Umgebung bedanken. Man fühlt sich fast selbst am Ort des Geschehens, wenn man das Geschriebene liest und die Aufnahmen betrachtet. Liebe Grüße auch an alle anderen Mitreisenden und natürlich Sebastian vor Ort. Gespannt warte ich auf die weiteren Foto-Berichte und wünsche Euch allen noch viele, auch kulinarische, Erlebnisse.

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