Hundeschlitten fahren in Tromsø

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Es ist Montagabend, Sarah, ein paar Freunde und ich kreisen im Flugzeug über Tromsø. Eigentlich sollten wir schon vor einer Stunde landen, durch die vereiste und eingeschneite Fahrbahn bekommen wir aber noch einen kostenlosen Rundflug, auf dem wir sogar die ersten Polarlichter erspähen können.

 

 

Unsere einwöchige Reise in den ganz hohen Norden verschlägt uns in eine der besten Gegenden um die Aurora Borealis zu beobachten. Trotz mittelmäßiger Wetteraussichten hoffen wir das Beste. Doch auch tagsüber gibt es hier zahlreiche aktive Outdoor-Highlights zu entdecken.

Schließlich landen wir recht spektakulär auf der schneebedeckten Landebahn. Doch es ist bereits kurz nach zehn, als wir uns den Eingang zu unserer 50 Kilometer von Tromø entfernten Unterkunft freischaufeln.

Der nächste Morgen beginnt noch vor Sonnenaufgang. Hoch motiviert befreien wir die Autos vom Neuschnee und machen wir uns wieder auf den Weg in die Stadt. Dort treffen wir Tore Albrigtse, einen Hundeschlitten Enthusiasten, der seit über 40 Jahren eigene Schlittenhunde besitzt und schon an zahlreichen Langstreckenrennen durch Grönland und die Arktis teilgenommen hat. Außerdem ist er Läufer und Bergsteiger, wir sind also in sehr guten Händen.

Mit Tore fahren wir ins Camp und gönnen uns hier noch eine zusätzliche Kleidungsschicht. Ein bisschen Style darf sein!

 

 

Nach einer kurzen Einweisung in die Schlitten geht es dann auch endlich los! Wir spannen die letzten Hunde vor die Gefährte. Die Vierbeiner zeigen sich dabei mal mehr und mal weniger motiviert. Vermutlich ahnen sie schon, was für ein anstrengender Tag vor ihnen liegt. Die Strecke die vor uns liegt, hat einige leichtere Hügel und einen Fluss der noch nicht so richtig zu gefroren ist. Vor allem aber wartet dort ca. ein Meter pulvriger Tiefschnee auf uns. Zwölf Kilometer sind es zurück bis ins Camp. Die Hunde scheinen sich gegenseitig zu motivieren und starten voller Energie ins kalte Weiß.

 

 

Die ersten Meter auf dem Hundeschlitten fühlen sich noch etwas wackelig an, aber zumindest die Hunde machen den Eindruck, als ob sie genau wissen was zu tun ist. Mit vollem Elan ziehen sie das Gefährt durch die Landschaft. So schnell, dass wir sie immer wieder an schwierigen Stellen bremsen müssen.

Die Fahrgäste auf dem Schlitten wiederum, sind dem Fahrer ziemlich ausgeliefert. Ihre Möglichkeiten beschränken sich auf eine weitere Bremse, welche die kraftvollen Tiere aber nur wenig beeindruckt.

 

 

Während Sarah und ich relativ entspannt in der Spur stehen, hat Tore an der Spitze schon deutlich mehr zu tun. Immer wieder steigt er vom Schlitten, schiebt diesen aus dem Tiefschnee oder kundschaftet den Weg aus. Der erwähnte, noch nicht gefrorene Fluss, bereitet uns bereits jetzt den ein oder anderen Umweg. Hin und wieder steht auch mal ein kleiner Baum der Spur im Wege, welcher kurzerhand zurecht gestutzt wird.

Nach zwei Stunden erspähen wir wieder das Fjord, in dessen Nähe wir gestartet sind. Nun kann es ja eigentlich nicht mehr weit sein…

 

 

Denkste! Denn der verflixte Fluss bietet uns immer noch keine Möglichkeit zum Queren. Also geht es weiter mit einer holprigen Fahrt, mitten durch ein paar kleinere Bäume und Sträucher. Auch fängt es wieder das Schneien an. Die letzten Kilometer stellen unsere neu erlernten Fahrkünste noch einmal auf die Probe. Das ein oder andere Gespann hat sich in der Zwischenzeit auch schon mal auf die Seite gelegt.

 

 

Endlich findet unser Guide einen Weg und mit bestem Teamwork, auch die Schlittenhunde erwarten das ein oder andere Mal etwas Mithilfe, kommen wir wieder am Camp an. Dort gibt es eine Stärkung für die Vierbeiner und ein heißes Getränk für alle anderen. Am Lagerfeuer klingt unser erster Tag auf einem Hundeschlitten gemütlich aus. Abenteuer pur!

 


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