Über Sjursnes auf den Storsteinen

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Der dritte Tag im hohen Norden überrascht uns mit einem klaren Himmel und einem fantastischen Sonnenaufgang über dem Fjord, welchen wir beim Frühstück beobachten können.

Eilig haben wir es dabei erst einmal nicht. Wirklich hoch steigt die Sonne hier auch im Tagesverlauf nicht. Die tolle Lichtstimmung bleibt uns also lange erhalten.

 

 

Wandern um Sjursnes

Trotzdem machen wir uns im Anschluss zügig auf den Weg. Die guten Bedingungen wollen wir bestmöglich nutzen, schließlich haben wir nur knapp acht Stunden Tageslicht zur Verfügung. Etwa 20 Kilometer von unserer Unterkunft in Breivikeidet entfernt liegt Sjursnes. In der Kleinstadt gibt es eine Schule, eine Kirche, einen Arzt und einen kleinen Laden. Mehr verrät uns auch der Wikipedia Artikel nicht. Aber wir sind ja vor allem wegen der unberührten Natur hier. Davon gibt es jede Menge und bereits nach 10 Minuten durch den Tiefschnee stehen wir mitten in der norwegischen Pampa.

 

 

Eine Zeit lang hören wir nichts als den Schnee der nach und nach den Weg für uns frei gibt. Das Spuren ist zwar anstrengend, wir können es aber in vollen Zügen genießen. Den Fluss, den wir eigentlich suchen wollten, haben wir jedoch leider verfehlt. Macht nichts, wir drehen dafür noch eine kurze Runde durch die norwegische Kleinstadt.

 

 

 

An dem Blick über das Fjord und die gleich angrenzenden schneebedeckten Berge können wir uns kaum satt sehen. In jeder Richtung gibt es eine neue Sicht auf die beeindruckende Landschaft zu erkunden.

Gegen Mittag machen wir uns für eine Stärkung auf den Rückweg. Es gibt eine kurze Pause mit warmen Tee und einer kleinen Brotzeit um die ersten Eindrücke für heute sacken zu lassen.

Doch wie bereits erwähnt wollen wir das Wetter heute voll ausnutzen. Nach dem Aufwärmen in Sjursnes wartet nun noch eine kleine Herausforderung auf uns…

 

Sonnenuntergang am Storsteinen

Mit dem Auto geht es nach Tromsø, wo wir heute noch den Storsteinen, den sogenannten „Hausberg“ zum Sonnenuntergang erklimmen wollen. Wir parken neben der Fjellheisen Bahn und lösen uns eines der teuren, norwegischen Parktickets. Für die 320 Höhenmeter haben wir eine knappe Stunde Zeit. Zügig machen wir uns auf den Weg, links an der Bahnschneide vorbei, Richtung Gipfel.

 

 

Die Sonne im Nacken verschafft uns jetzt schon auf halber Höhe einen tollen Blick über die Stadt. Nach den ersten paar hundert Metern wird der Weg steiler und schlängelt sich mit einigen Biegungen den Hang hinauf. Kraftvoll trete ich in den gefrorenen Schnee um nicht wegzurutschen. Ein Trailrunner überholt mich und motiviert mich noch einen Zahn zuzulegen.

Eine knappe halbe Stunde später erreiche ich die Bergstation und gehe direkt weiter zum Aussichtspunkt. Die Zeit ist mal wieder knapp bis zum Sonnenuntergang. Stativ aufstellen, ein paar Kameraeinstellungen und knips.

 

 

 

Was für ein Blick. Überwältigt von der strahlenden Sonne über dem Fjord und der Stadt mache ich noch einige weitere Bilder, bevor der Rest der Gruppe ebenfalls am Gipfel erscheint.

Schnell ist der erste Flachmann hervorgekramt und mit einem fränkischen Schnaps stoßen wir auf den nördlichsten Gipfel an, den wir bisher bezwungen haben.

 

 

Wir steigen noch nicht direkt ab, sondern warten in der kleinen Hütte der Bergstation noch ab, bis es dunkel wird. Es gibt eine kleine Stärkung in Form von Waffeln und Keksen und die Stirnlampen werden schon einmal zurecht gerückt. Bevor wir uns auf den Rückweg machen, genießen wir noch einmal den Blick über Tromsø. Diesmal erhellt nicht mehr die Sonne, sondern die Lichter der Stadt die Szenerie unter uns.

Ein gebührender Ausklang für einen erlebnisreichen Tag.

 


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